Unter dem Projekttitel „Wir müssen reden“ haben wir 2014 die Werkstatt Gruppe Politik gegründet, um unserem Bedürfnis Ausdruck zu verleihen, die immense Flut an Nachrichten im Negativen wie im Positiven für uns zu sortieren und einzuordnen. Die gesammelten Informationen über den Schutz unserer Umwelt oder unserer Daten, über Konflikte und Krisen haben uns bewogen, zumindest in einem Bereich auch aktiv zu werden: Wir veranstalten regelmäßig Mahnwachen zum Massensterben vor den Toren Europas. Wir haben dazu mehrere Infofilme gedreht, u.a. über die Spuren des Kolonialismus in Münster, Zwangsarbeit in Greven und das Leben von Migranten in Ahlen. Sie finden diese Filme auf der Website der Werkstatt für Gestaltung über den Reiter der Gruppe.

Wenn Sie uns aktiv unterstützen wollen, so kann das geschehen, indem Sie mit uns in Mailkontakt treten: Wir laden Sie dann zu unseren und anderen interessanten Veranstaltungen ein. Es ist für uns allein schon wertvoll zu wissen, ob unsere Mails auf Ihr Interesse stoßen und Sie diese vielleicht an andere Menschen weiterleiten. Um mit unserer Arbeit nicht allein zu bleiben, versuchen wir ein Netzwerk von Menschen aufzubauen, die sich für die Menschen einsetzen, die sich vor Krieg und Klimakatastrophen in Sicherheit bringen müssen.


Wenn Sie uns aktiv an den nächsten Mahnwachen zu den Welt-Flüchtlingstagen unterstützen wollen, melden Sie sich gerne bei uns. Wir freuen uns über Menschen, die stundenweise entlang der 40 Meter langen „Liste der Toten“ von United stehen und Besucher*innen willkommen heißen. Wir informieren Sie gerne auch inhaltlich dazu. Die nächste Mahnwache in Münster wird vorraussichtlich wieder am Welttag des Flüchtlings am

Freitag , 12. Dezember 2021 von 16.30 - 18 Uhr am Idenbrockplatz stattfinden.


Für die Werkstatt Gruppe Politik:  Christiane Berg, Teresa Häuser, Bärbel Harrach, Clemens Krause, Volker Stephan, Bettina Suthues, Katja Weber, Mariele Wischer. 

Überschwemmungen in Mali
Überschwemmungen in Mali
Klimawandel in Sahel
Klimawandel in Sahel
Zerstörte Lehmhäuser in Mali
Zerstörte Lehmhäuser in Mali

12.12.2021 Aktionstag Flucht, Klima, Krieg

16.15 Uhr Mahnwache am Idenbrockplatz an der "Liste der Toten"

18.00 Uhr Infoveranstaltung in der "Werkstatt", Konermannweg 10, MS-Kinderhaus. 2 G Plus

Film "Die vergessenen Migrant*innen" von Djif Djimeli

Einführung des Regisseurs zur politischen Situation;

Kennenlernen, Austausch, Gespräch zur Frage: Was können wir tun?

 

 

Am Sonntag, 12.12.2021 lädt die Kinderhauser Initiative "Werkstatt Gruppe Politik" zum Aktionstag "Flucht, Klima und Krieg" ein.

Am Nachmittag wird ab 16.00 Uhr auf dem Idenbrockplatz die "Liste der Toten" ausgelegt, auf der die Namen und Daten von knapp 45 000 Menschen verzeichnet sind. Diese Menschen mussten die Flucht nach Europa mit ihrem Leben bezahlen. Die Werkstatt Gruppe Politik wird die Namen der Menschen verlesen, die in den letzten Wochen verstorben sind; Namen und Todesumstände werden auf ein Endlospapier getippt und niedergeschrieben. Sicht- und hörbar wird dadurch, dass das Sterben aktuell weitergeht.

Die Werkstatt Gruppe Politik bittet um stille Anteilnahme bei dieser Mahnwache.

Um 18.00 Uhr zeigt die Gruppe in den Räumen der "Werkstatt für Gestaltung"; (Konermannweg 10) den Film "Die vergessenen Migrant*innen". In diesem Dokumentarfilm werden Menschen porträtiert, die von Klimawandel, Landraub, Krieg existentiell bedroht sind, wie sie mit der Perspektivlosigkeit umgehen und welche Wünsche sie haben. Im Anschluss an den Film - ab 19.00 Uhr - werden Hintergründe zu Fluchtursachen erläutert, die mit geladenen Expert*innen und dem Regisseur des Films, Djif Djimeli, diskutiert werden können. Gemeinsam wollen wir überlegen, was wir von Kinderhaus aus tun können, um den Menschen vor den Toren Europas zu helfen. Der Abend endet mit der Möglichkeit, direkt Kontakte zu knüpfen, sich auszutauschen und zu überlegen, wie man aktiv werden kann.

Die Veranstaltung nimmt Bezug auf den ebenfalls am 12. Dezember stattfindenden Aktionstag “Grünes Licht“ der vom bundesweiten Netzwerk „campact“ ausgerufen wurde. (https://www.campact.de/). Zum Hintergrund: Die polnische Bevölkerung an der Grenze stellt sich mutig ihrer Regierung entgegen und signalisiert durch grüne Lichter in ihren Häusern den flüchtenden Menschen, dass sie in ihren Häusern Schutz finden. Wir erinnern mit dieser Aktion unsere zukünftige Regierungskoalition an ihr im Koalitionsvertrag ausgedrücktem Versprechen das Leid an den EU-Außengrenzen zu beenden. Wir erklären uns solidarisch für Tausende frierende und hungernde Menschen, die u.a. aktuell im Wald zwischen Belarus und Polen festsitzen, aber auch in Griechenland, Libyen, der Türkei und Marokko in Lagern gehalten werden. Machen Sie mit und stellen Sie ein grünes Licht ins Fenster – in Solidarität mit den Geflüchteten auf dieser Welt!


Film und eine Einführung des Regisseurs sind auch digital zu sehen. Den Link erhalten Sie über info@werkstatt-kinderhaus.de.

Sollten Sie die Mahnwache auf dem Idenbrockplatz besuchen, so denken Sie bitte daran, eine medizinische Maske zu tragen. Bei Teilnahme bei der Veranstaltung in der Werkstatt wird ein Nachweis über eine Impfung bzw. Genesung, ein aktueller negativer Corona-Test (Selbsttest reicht) sowie eine medizinische Maske benötigt.