„Die Scham muss die Seite wechseln“(Gisele Pelicot)

 Workshop: Feminismus & Kunst

 Wir machen Kunst für den Öffentlichen Raum

 08.03.2025 - 12-15 Uhr – danach gemeinsames Mittagessen und Demobesuch

Ort: B-Side  - Am Mittelhafen 42, 1 OG

https://b-side.ms/

Scham ist eine tief verwurzelte gesellschaftliche Erfahrung von Frauen - FLINTA - und Lesbian, Gay,  Bisexual und Transgender Menschen und allen Menschen mit diversem Geschlecht, Geschlechtsidentitäten und sexuellen Orientierungen, die von heteronormativen Mustern abweichen und damit in patriarchalen Strukturen abgewertet werden. Durch Scham wird das damit begangene Unrecht in eine individuelle Belastung verwandelt und funktioniert passgenau zur maskulinen Herrschaftsstruktur.
Doch in sich logisch wäre es, wenn die Verursacher von Unrecht sich für ihre Taten schämen und die Verantwortung übernehmen würden. Das aber passiert nicht.
Die Scham führt zur Vereinzelung und wird im Privaten ausgehalten, was besonders perfide ist.   Veränderung entsteht dann, wenn wir begreifen, die Scham kollektiv aufzugreifen und die Strukturen offen legen.
In diesem Workshop wollen wir die Perspektive wechseln: Was bedeutet es, Scham nicht als persönliches Versagen, sondern als gesellschaftliche Struktur zu begreifen? Wie können wir sie in den öffentlichen Raum tragen – als künstlerische Intervention, als kollektive Befreiung?
Lasst uns das Private ins Politische wenden – indem wir schreiben, malen, gestalten und den öffentlichen Raum als Bühne nutzen. Am Ende des Workshops präsentieren wir (wenn gewünscht) unsere Werke sichtbar in der Stadt und teilen sie digital und verschieben damit die Scham dahin, wo sie hingehört.
Wichtiger Hinweis: Das Thema „sexueller Missbrauch“ wird im Workshop nicht behandelt.


Wir freuen uns auf Euer Kommen, Dasein, Mitmachen

 

Lea, Nelia, Sandra, Teresa, Zoe